Die Richtung

Wohin sich der KI-Wettbewerb bewegt

Der Wettbewerb bei KI entfernt sich von einem einzelnen Wettrennen an der Spitze und verlagert sich hin zur Kontrolle über den gesamten Weg vom Modell bis zum ausgerollten Workflow. Getragen wird diese Verschiebung davon, dass sich Modellentwickler in unterschiedliche Bahnen aufteilen, dass die Einführung in Unternehmen über Implementierungspartner und in bestehende Software eingebettete Agenten organisiert wird und dass sich der Wettbewerb um Rechenkapazität von Chips bis zur Cloud ausweitet. Das Besondere im Moment ist, dass diese Ebenen sich gleichzeitig weiterentwickeln, während Regulierung daneben zu einer kurzfristig wirksamen operativen Rahmenbedingung wird.

Die Bewegung

Was Akteure konkret getan haben

Google stellt Gemini 3.5 Flash vor, Microsoft und EY kündigen KI-Partnerschaft im Milliardenbereich an

Diese Woche machte Google an seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O 2026 Schlagzeilen: Dort stellte das Unternehmen Gemini 3.5 Flash vor, ein neues KI-Modell, das auf schnelle Reaktionen ausgelegt ist, und gab einen Ausblick auf Gemini Omni, ein multimodales Modell, das zunächst mit Funktionen zur Videogenerierung starten wird. Diese Lancierungen unterstreichen Googles anhaltendes Bestreben, sowohl die Geschwindigkeit als auch die Bandbreite grosser KI-Systeme weiter voranzutreiben.

Im Unternehmensbereich kündigten Microsoft und EY am 21. Mai eine bedeutende gemeinsame Initiative an und sagten dafür über 1 Milliarde Dollar zu, um Unternehmen bei der Einführung von KI im grossen Massstab zu unterstützen. Die Partnerschaft umfasst gemeinsam entwickelte Branchenlösungen sowie den breiteren Einsatz von Copilot, Microsofts KI-Assistenten, bei allen EY-Mitarbeitenden weltweit. Ebenfalls von Microsoft wurde am 25. Mai eine neue technische Anleitung zur Integration kundenspezifischer agentischer KI-Dienste in Microsoft 365 Copilot veröffentlicht, wodurch sich erweitert, wie Unternehmen KI in täglichen Arbeitsabläufen einsetzen können.

Andernorts in der Branche baute Oracle am 22. Mai seinen AI Supercluster durch zusätzliche GPUs für das Training grosser Modelle aus, und Cohere stellte Command A+ vor, ein Open-Source-Sprachmodell für Unternehmensanwendungen. Diese Schritte spiegeln die anhaltenden Investitionen in die KI-Infrastruktur und die Entwicklung von Modellen wider, die auf geschäftliche Anforderungen zugeschnitten sind.

Quellen